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Travestraße

Beschreibung

Von der Mürwikerstraße fließt in Richtung Fichte- und Travestraße ein Großteil des Anwohner-Verkehrs Fruerlund. Zur ohnehin dichten Besiedelung des Stadtteils – mit begleitend hohem KFZ-Aufkommen – sind zusätzlich 3 große Schulen ansässig ( Fridtjof Nansen Schule, Fördegymnasium mit Abendgymnasium, Friholtschule). Diese Schulen werden größtenteils von entfernter wohnenden Schülern oder Schülern benachbarter Gemeinden (Wees …) besucht (siehe Statistik). Dadurch wird der Stadtteil nochmals durch eine erhebliche Anzahl von zusätzlichen KFZ sowie durch Bringen-Abfahren und Holen-Abfahren belastet. Zusätzlich wurde durch die Öffnung zur Tangente die Querung des Stadtteils als Entlastungsstraße der Osterallee hergenommen. In der Einfahrt Fichtestraße beginnt Zone 30. Nur ein Bruchteil der ein- und ausfahrenden KFZ beherzigt dies. Kinder auf dem Weg zu Kindergarten oder Schule wirken gestresst vom hohen Verkehrsaufkommen – können teilweise die Straße nicht überqueren. Es wird zu schnell gefahren und gehupt. Ab morgens 04:30 h geht es nach und nach los. Durch die bogenförmige Lage der Straße mit 3-stöckiger großflächiger Mietbebauung wird der Lärm auf das Schlafzimmer in unserem 1. Stock reflektiert. Meine Schwiegertochter arbeitet teilweise im Schichtdienst – geht abends zum Abendgymnasium. Erholender, regenerierender Schlaf ist ihr unmöglich. Nahezu jeden Morgen werden wir durch den Verkehrslärm aus dem Schlaf gerissen. Der von der anderen Seite nahende Verkehr bewirkt ähnliches zur anderen Hausseite. Die Erde in den Gärten von uns Anliegern wird durch den Reifenabrieb verseucht. Unsere Lungen filtern die Luft. Beim zur Sprache bringen der permanent überhöhten Fahrgeschwindigkeiten bei der anliegenden Polizeistation wurde uns gesagt die Stadt sei zuständig. Die unterrichtete zuständige Behörde bei der Stadt scheint überbelastet. Einen Blitzer haben wir nicht bemerkt – im Gegenteil – auf Handzeichen unsererseits die Fahrgeschwindigkeit zu senken wurde einmal erst recht Gas gegeben. Wir durchleben die ganze Gefühls-Palette zwischen Hoffnung, Wut, Enttäuschung und Resignation. Die Vorbesitzer dieses Hauses haben erst durch die Verlegung ihres ursprünglichen Hauses um ein paar Meter – die Erschließung dieses Stadtteils ermöglicht. Sicherlich haben sie dadurch ihren Frieden verloren.

Vorgeschlagene Maßnahmen

1.) Im Rahmen der Kanalsanierung ergaben sich durch die damalige kreative Verkehrsführung mehrere wirkungsvolle Varianten der Verkehrsberuhigung. Zuerst war die Einfahrt Fichtestraße gesperrt. Es entstand eine Art Einbahnstraßenverkehr mit entspr. vermindertem Verkehrsaufkommen und begleitend rasant gefallenem Lärmpegel. In diversen weiteren Varianten, Absperrungen, Verlegung des Straßenzuges, Einbau von (baustellenbedingten) „Schikanen“ , Unebenheiten im Straßenbelag, … war es stellenweise so ruhig, dass wir begannen uns zu erholen. Eine weitere interessante Beobachtung war, dass mit Sperrung des mittleren Teilstückes Travestr. jeweils an den 2 Kreuzungen zur Eiderstr. und Sperrung Schleibogen Ecke Elbestr. es absolut ruhig in unserem Bereich wurde. Parallell erschien die Mürwikerstr. dadurch wie leergefegt. Es entstand eine sozusagene verkehrsberuhigte Anlieger-Zone – dort wo jetzt das Hochhaus steht. Die Leute standen zum Schnack beisammen. Die An- und Abfahrten Richtung Tangente erschienen dabei – bedingt durch die Einbahnstraßenregelung – weiterhin nur mäßig befahren. Der Verkehr in der Elbestraße belastet wenigstens nur in den Stoßzeiten zum Schulbeginn und -ende. Es bestand beinahe eine Art gerechte Aufteilung des Verkehrs an den 3 Zu- und Ausfahrten diese Stadtteils. 2.) Als weiteres verkehrsberuhigendes Mittel gibt es sicherlich das Aufstellen von stationären Blitzgeräten – am Besten in beide Fahrtrichtungen – gerne in unserem Garten – versteckt im Gebüsch – am Beginn Travestraße bis Kreuzung Trave-Eiderstr. Ein Blitzgerät hätte sich sicherlich schnell amotisiert. Mein Partner schätzt in der normalen Schulzeit Einnahmen 4-stellig/Tag mit diversen zeitweise abzugebenden Führerscheinen. Eine 3.) Alternative vielleicht wie in der Straße Adelbylund – das in regelmäßigen Abständen wiederholte Aufstellen von 30-Gebots-Schildern. Sicherlich können bei Anwohnern Erfahrungswerte eingeholt werden. In meiner Heimatstadt wurde eine ehemals außerordentlich stark befahrene, die Innenstadt querende Verbindungsstraße zwischen 2 Städten – zur Zone 30 erklärt. Hinweisschilder weisen auf den Zweck der Geschwindigkeitsbegrenzung hin „Lärmschutz“. Entweder wurde dort stark und wiederholt geblitzt oder es hat tatsächlich ein Denkprozess stattgefunden. Es wird dort meist 30 gefahren. Fazit: Die Hauptfrage ist sicherlich, wie die Ziele der hiesigen Verkehrsplanung sind. Ich bitte – von unseren als Anlieger besonderen Interessen abgesehen – zu berücksichtigen, dass hier ein reger Fußgängerbetrieb zu den Einkaufsmärkten herrscht. Kleinkinder im Kinderwagen, Kinder auf Gehrädern, Senioren mit und ohne Rollator, Behinderten-Wohnheim Mürwiker Werkstätten … bei einer spaßhalben privaten Verkehrszählung im Winter während der Baustellenzeit, haben wir hier mehr Fußgänger als KFZ gezählt.
Ich bitte, die Lebensqualität in einem stark besiedelten Wohnbezirk aufzuwerten.